• Wertsteigerung mit energetischer Modernisierung

Wertsteigerung mit energetischer Modernisierung

31.01.2019

Energetischer Routinecheck für Liegenschaften mit alten fossilen Heizungen wird obligatorisch

Das neue Basler Energiegesetz sieht es vor, jetzt wird es umgesetzt: Wer eine mehr als 15 Jahre alte Heizung hat, die mit Heizöl oder Erdgas betrieben wird, muss seine Liegenschaft jetzt energetisch analysieren lassen – der sogenannte GEAK® Plus (Gebäudeausweis der Kantone) wird obligatorisch. Hauseigentümer in Basel erhalten dieser Tage entsprechende offizielle Post. Wir haben uns mit dem Experten Sven Roth unterhalten, wie man aus die- ser Situation maximalen Profit ziehen kann.

Herr Roth, was soll die Geschichte mit der obligatorischen Energieanalyse?
Wohliger Komfort im Winter sollte mit der heutigen Technik nicht mehr viel kosten. Viele Eigentümer sind sich des grossen Potenzials ihrer Liegenschaft für höheren Komfort und tiefere Energiekosten nicht bewusst. Die Massnahme ist eine Chance, diese Potenziale aufzudecken.

Und warum kommen die alten Öl- und Gasheizungen jetzt als Erstes dran?
Das 21. Jahrhundert ist das Jahrhundert mit einer grossen Herausforderung für uns Menschen: Wir müssen es schaffen, von fossilen Energiequellen weitgehend unabhängig zu werden; je früher desto besser. Das bedeutet auch, dass wir Heizöl und Erdgas so sparsam und intelligent wie möglich einsetzen. Genau hier setzt die Energieanalyse, bzw. der GEAK® Plus an.

Wie funktioniert dieser GEAK® Plus, der jetzt für Liegenschaften mit alten Heizungen obligatorisch wird?
Der sogenannte Gebäudeausweis der Kan- tone ist ein schweizweit standardisiertes Zerfizierungsverfahren, das aussagt, wie gross das Energiesparpotenzial einer Liegenschaft ist. Dazu prüft eine erfahrene Expertin oder ein Experte das Haus «auf Herz und Nieren». Der GEAK® Plus geht über eine reine Beschreibung des Ist-Zustands hinaus. Er zeigt Eigentümern konkret auf, wie das Zusammenspiel zwischen Gebäudehülle, Heizung, Warmwasseraufbereitung und elektrischen Verbrauchern verbessert wer- den kann. Die wertsteigernden Massnahmen werden ausführlich beschrieben, inkl. Kosten-, Energie- und CO2-Einsparungen und detaillierten Investitionen. Dazu gehören immer auch die entsprechenden Fördergelder, die in Basel erhalten werden können.

Wie ist mein Weg zum GEAK® Plus?
Der Weg ist relativ schnell und einfach. Der Verein GEAK-CECB-CECE – übrigens mit Sitz in Basel – empfiehlt, Offerten bei mehreren zertifizierten GEAK®-Experten einzuholen, da die Kosten variieren können. Sobald Sie sich entschieden haben, vereinbaren Sie einen Termin für die Hausbegehung. Die Expertin oder der Experte kümmert sich um den Rest.

Welchen Mehrwert bringt ein guter GEAK®- Experte?
Das Zertifizierungsverfahren ist zwar standardisiert. Trotzdem geht es darum, weiter zu denken und die Liegenschaft ganzheitlich und mit Zukunftsperspektive zu sehen. Gleichzeitig müssen wir realistisch bleiben, sonst bringen die Empfehlungen nichts. Praxiserfahrung als Bauleiter hilft da, die Bodenhaftung nicht zu verlieren. Am wichtigsten finde ich, die Wertsteigerung und den Komfortgewinn immer präsent zu be- halten.

Website

Jetzt aktiv werden: Für die ersten 5000 Interessierten wird der GEAK® Plus in BS mit Fr. 1500.– statt Fr. 1000.– für EFH bzw. Fr. 2000.– statt Fr. 1500.– für MFH gefördert.