• Weihnachtsgrüsse

Weihnachtsgrüsse

22.12.2021

Sehr geehrtes, liebes Mitglied des HEV

Die Advents- wie auch die Weihnachtszeit sind gedacht als Zeiten des Friedens, der Besinnung, des Austausches und Zusammenseins mit uns lieben Menschen. Eigentlich. Wenn wir so in die Welt blicken, sieht es nicht wirklich sehr weihnachtlich aus. Frieden gibt es immer weniger, die Corona-Pandemie wird auch diese Festtage überschatten. Die Welt können wir nicht retten. Aber um so wichtiger ist es, wie wir uns hier verhalten, was wir hier bei uns und für uns verbessern können, wie wir miteinander umgehen. Und dazu fällt mir eine schöne kurze Weihnachtsgeschichte ein, die mir der Inhaber einer Konditorei kürzlich erzählt hat, nachdem er mich auf mein Präsidium des HEV angesprochen hatte.

Der Eigentümer von zwei Miethäusern bestelle bei ihm seit vielen Jahren in der Adventszeit Christstollen, und danke allen seinen Mieterinnen und Mietern vor Weihnachten persönlich mit diesem kleinen Geschenk für das gute Verhältnis. Ich möchte Sie mit dieser Geschichte nicht dazu auffordern, nun gleich eine Konditorei aufzusuchen und dort auch für Ihre Mieterinnen und Mieter einzukaufen. Aber ich möchte diese schöne Geste auch keinenfalls als übertrieben bezeichnen. Diese übrigens wahre Begebenheit zeigt beispielhaft, dass das von hauptsächlich linken Kreisen gezeichnete Bild vom grundsätzlich geldgierigen und bösen Wohnungseigentümer schlicht falsch ist. Die überwiegende Mehrheit der Hauseigentümerinnen und -eigentümer verhält sich korrekt und behandelt ihre Mieterschaft anständig und mit Respekt. Diese Tatsache ignorieren leider die Medien immer im Vorfeld der vielen Abstimmungen über den Mieterschutz. Die vom Mieterverband offensichtlich angestrebte Polarisierung, um nicht zu sagen der Zwist, zwischen den Vertragspartnern wie auch die Stigmatisierung der Hauseigentümer stehen für die meisten Medien im Vordergrund. Guter Jounalismus wird dort definiert als Brändeschüren und dann möglichst noch Öl-ins-Feuer-giessen. Gute Nachrichten, wie zum Beispiel das grossartige freiwillige Entgegenkommen der Basler Vermieter in Zeiten des Lockdowns, der Verzicht auf einen Drittel der Mieteinnahmen, sind langweilig und bringen keine Auflagen. Da bedient man doch lieber den unanständigen Generalverdacht des ausbeuterischen Vermieters. Ob diese Medienschaffenden mit einem solchen fragwürdigen beruflichen Selbstverständnis auf Dauer richtig liegen, wage ich allerdings zu bezweifeln.

Ein wichtiger Auftrag für den Hauseigentümerverband Basel-Stadt besteht in der Pflege des Images der Hauseigentümerinnen und -eigentümer. Beispiele wie die beschriebene kleine Aufmerksamkeit eines Vermieters vor Weihnachten unterstützen diese Zielsetzung. Natürlich werden wir uns auch in der Politik mit vollem Engagement dafür einsetzen, einseitige und sinnlose Gesetze zu verhindern. Dies kann aber nur gelingen, wenn unser Verband stark bleibt und aus dieser Stärke heraus Einfluss auf politische Entscheide nehmen kann. Dass wir wahrgenommen werden, hat sehr viel mit Ihrer Treue zu unserem gemeinsamen Verband zu tun. Dafür möchte ich Ihnen zum Jahresende hin herzlich danken, auch wenn ich nicht allen einen Christstollen vorbeibringen kann!

Ich wünsche Ihnen eine schöne Adventszeit und frohe Weihnachten. Mögen Sie diese Zeit unbeschwert im Kreise Ihrer Lieben verbringen können.

Patricia von Falkenstein
Präsidentin HEV Basel-Stadt