• uptownBasel – das neue Kompetenzzentrum für Industrie 4.0 in Arlesheim

uptownBasel – das neue Kompetenzzentrum für Industrie 4.0 in Arlesheim

31.08.2021

Auf dem Schorenareal im Birstal von Arlesheim entsteht ein internationales Kompetenzzentrum für «Industrie 4.0»: uptownBasel – ein Forschungs- und Produktionsstandort, an dem sich ausgewählte Unternehmen, weitere Institutionen und deren Technologien ansiedeln. Im Vordergrund stehen die Branchen Gesundheit (Healthcare), Logistik (Transportation) und Industrieproduktion (Industrial) sowie die Querschnittsfunktion Digitalisierung (Safety, Security, Privacy).

Mit rund 70 000 m2, einem Investitionsvolumen von über 500 Millionen Franken und angestrebten 50 bis 100 Firmen zählt uptownBasel zu den grössten Arealentwicklungsprojekten der Nordwestschweiz. Die private Eigentümerschaft – uptownBasel ist ein Engagement der Familie von Monique und Thomas Staehelin – und die grosse Erfahrung des beauftragten Arealentwicklers Hans-Jörg Fankhauser und seines Teams ermöglichen unkomplizierte Strukturen und eine hohe Umsetzungsgeschwindigkeit. Zu den weiteren Vorteilen von uptownBasel zählen sowohl die hervorragende Anbindung an die Autobahn als auch das Tram und Busnetz, die Hochleistungsinfrastruktur in den Bereichen Energie- und Datenversorgung oder die SNBS-Zertifizierung der einzelnen Gebäude (Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz).

uptownBasel möchte den branchen- und disziplinenübergreifenden Wissenstransfer und die Nutzbarmachung latenter Ideen vorantreiben – etwa in den Bereichen intelligente Robotics, Internet der Dinge, Mobilität der Zukunft oder agiles Arbeiten. Co-Working und Co-Creation durch gemeinsam genutzte Räume, eine eigene Areal-App, die alle Nutzerinnen und Nutzer miteinander verbindet, Fachveranstaltungen und weitere Aktivitäten unterstützen den Cluster-Gedanken aktiv. Bekanntlich ist der Begriff der Industrie 4.0 nicht präzise fassbar; deren Ergebnisse bleiben heute noch offen. Einigkeit herrscht aber darin, dass echte Innovation, die über Effizienzsteigerungen hinausgeht, nur im Austausch passieren kann und wird.

Mit der Fertigstellung des Gebäudes 1 und dessen Nutzung durch die beiden europäischen Technologiekonzerne Vinci und Bouygues entstehen seit Juli 2021 die ersten 400 der insgesamt bis zu 2500 neuen Arbeitsplätze. Unter anderem baut Vinci Energies mit seinen Marken Axians und Actemium in uptownBasel ein internationales Security Operations Center (SOC) auf. Das SOC vernetzt mehr als 300 Cybersecurity-Spezialisten verschiedener europäischer Länder, fokussiert auf die Sicherheit im Bereich Industrie 4.0 und bündelt dabei die Kompetenzen für Informations- und Kommunikationstechnik (ICT) und industrielle Betriebstechnik (OT).

Insgesamt sieht das Entwicklungsprogramm für die 2020er-Jahre neun Gebäude vor. Diese sind gemäss Plan in der Projektierung, in der Bewilligungsphase oder bereits im Bau. Auch die Vermietungsziele sind auf Kurs; das Interesse von grösseren und kleineren Firmen und Organisationen an uptownBasel ist erfreulich gross.

uptownBasel versteht sich nicht nur als privates Investment, sondern auch als deutliches Statement gegen die Deindustrialisierung der Schweiz: Gerade, aber letztlich nur im innovativsten High-End-Bereich hat die hiesige «Werkbank» eine Chance, im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Hierfür braucht es geeignete Räume und klare Strategien. uptownBasel wird damit nicht zuletzt zum Rendezvous von Geschichte und Zukunft: Auf demselben Schorenareal läutete vor bald 200 Jahren die Schappe-Fabrik von Johann Siegmund Alioth die eigentliche Industrialisierung der Region Basel ein.

Baschi Dürr
Direktor uptownBasel AG