• Robuste Wohneigentumsmärkte

Robuste Wohneigentumsmärkte

13.08.2020

Die Preise für Wohneigentum bewegen sich im 2. Quartal 2020 insgesamt seitwärts. Es gibt aber sowohl bei den Eigentumswohnungen als auch bei den Einfamilienhäusern deutliche Unterschiede zwischen den Segmenten: Während die Preise im unteren und mittleren Segment weiterhin ansteigen, gehen die Preise im gehobenen Segment im Vergleich zum Vorquartal zurück.

Transaktionspreis- und Baulandpreisindizes für Wohneigentum: Fahrländer Partner Raumentwicklung (FPRE) veröffentlicht quartalsweise qualitätsbereinigte Indizes auf der Basis von Immobilientransaktionen (EWG, EFH). Es liegen Indizes für Eigentumswohnungen (EWG) und Einfamilienhäuser (EFH) (je 3 Segmente, Neubau) sowie für Bauland für Mehrfamilienhäuser mit EWG und für EFH-Bauland vor.

Im 2. Quartal 2020 bleiben die Preise für Eigentumswohnungen im Vergleich zum Vorquartal praktisch unverändert (+0,0 %). Dabei legen die Preise im unteren (+1,3 %) und mittleren Segment (+2,5 %) zu, während die Preise im gehobenen Segment erstmals seit zwei Jahren im Vergleich zum Vorquartal wieder zurückgehen (–2,2 %). Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist die Preissteigerung im gehobenen Segment mit +9,2 % jedoch weiterhin beträchtlich, die Preise im unteren (+1,7 %) und mittleren Segment (2,7 %) sind in diesem Zeitraum hingegen nur leicht angestiegen. Über die Regionen hinweg zeigt sich – mit Ausnahme der Region Südschweiz – ein einheitliches Bild bei der Preisentwicklung von mittleren Eigentumswohnungen: Deutlich angestiegen sind die Preise in den Regionen Genfersee (+3,2 %), Mittelland (+3,0 %), Basel (+2,8 %), Zürich (+3,1 %) und Ostschweiz (+3,0 %). Die Preise in der Region Südschweiz sinken hingegen um 2,2 % im Vergleich zum Vorquartal.

Bei den Einfamilienhäusern ist die Preisentwicklung im Vergleich zum Vorquartal über die einzelnen Segmente ähnlich der Eigentumswohnungen. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Preisanstieg im gehobenen Segment jedoch deutlich geringer (+1,1 %), während die Preise im unteren (+2,8 %) und mittleren Segment (+4,4 %) stärker angestiegen sind.

Die Wohneigentumsmärkte zeigten sich im 2. Quartal 2020 – trotz der Corona-Pandemie – robust. Wie gross die künftigen Auswirkungen auf die Wohneigentumsmärkte aber letztlich sein werden, ist entscheidend davon abhängig, wie stark und nachhallend der konjunkturelle Effekt sein wird. Dies wiederum hängt in sehr starkem Masse von einer möglichen zweiten Welle in der Schweiz, aber auch im angrenzenden Ausland ab.

Fahrländer Partner AG Raumentwicklung