• Keine Änderung des Referenzzinssatzes für die Mieten

Keine Änderung des Referenzzinssatzes für die Mieten

31.03.2021

Der hypothekarische Referenzzinssatz ist im 1. Quartal 2021 unverändert beim Stand von 1,25 Prozent geblieben. Damit ergibt sich bei bestehenden Mietverhältnissen weiterhin kein aktueller Senkungs- oder Erhöhungsanspruch für die Mietzinsen.

Der hypothekarische Referenzzinssatz ist nach geltendem Mietrecht massgebend für Mietzinsanpassungen. Der vierteljährlich publizierte Zinssatz ist am 1. März 2021 unverändert auf seinem bisherigen Stand von 1,25 Prozent verharrt. Dank der lang anhaltenden Tiefzinsphase gibt es noch immer sehr viele günstige Wohnungen. Die Durchschnittsmiete über neue und alte Wohnungsgrössen hinweg beträgt in der Schweiz gemäss dem Bundesamt für Statistik 1329 Franken. Seit über zwanzig Jahren werden im Durchschnitt nur rund 15 Prozent des Einkommens für die Miete inkl. Nebenkosten aufgewendet.

Kein aktueller Handlungsbedarf bei den Mieten

Bei Mietverhältnissen, deren Mietzinse bereits auf einem Referenzzinssatz von 1,25 Prozent basiert, besteht kein aktueller Handlungsbedarf. Wo der Mietzins noch auf einem höheren Referenzzinssatz beruht, gilt es, eine Überprüfung aufgrund der Kosten- situation vorzunehmen. Eine Reduktion des Referenzzinssatzes um ein Viertelprozent entspricht einer Mietzinsreduktion von 2,91 Prozent. Dagegen kann der Vermieter 40 Prozent der Teuerung gemäss Landesindex der Konsumentenpreise sowie allgemeine Kostensteigerungen (Unterhaltsteuerung, Gebührensteigerungen etc.) geltend machen. Dies gilt auch für die seit der letzten Mietzinsanpassung vorgenommenen wertvermehrenden Investitionen oder umfassenden Überholungen.

Ungenügender Mietertrag oder übliche Mietzinse als Grenze

Selbst bei sinkenden Referenzzinsen besteht ein Senkungsanspruch des Mieters gemäss Gesetz nur, wenn der Vermieter aufgrund der Referenzzinsreduktion mit dem bestehenden Mietzins einen übersetzten Ertrag erzielt. Das Bundesgericht hat wiederholt bestätigt, dass ein Vermieter, der keinen angemessenen Ertrag erzielt, den Mietzins nicht senken muss. Der Nettoertrag des Vermieters darf gemäss Bundesgericht höchstens 2 Prozent über dem aktuellen Referenzzinssatz liegen. Zurzeit ist damit ein Ertrag von max. 3,25 Prozent zulässig. Bei einer Altliegenschaft ist der zulässige Mietzins nicht gestützt auf den Ertrag, sondern gestützt auf die orts- oder quartierüblichen Mieten zu prüfen. Der Nachweis des Einwands obliegt dem Vermieter. Mietzinsrechner:
http://www.hev-schweiz.ch/vermieten-verwalten/mietzinsrechner/

Quelle: HEV Schweiz