• Hauseigentümerverband – wichtiger denn je!

Hauseigentümerverband – wichtiger denn je!

18.06.2019

Der Hauseigentümerverband ist heute wichtiger denn je. Warum? Weil – vor allem in der baselstädtischen Politik – ein falsches Bild von Hauseigentümerinnen und -eigentümern und Vermietern bestimmend geworden ist. Das zeigt auch die Annahme der vier Volksinitiativen im letzten Jahr. Wer Hauseigentum hat und Wohnungen vermietet, steht unter Generalverdacht, sich unkorrekt, ja unanständig gegenüber seinen Mietern zu verhalten. Es scheint so, dass die weit überwiegende Anzahl der guten Verhältnisse zwischen Vermietern und Mietern ignoriert wird. Die Politik orientiert sich an den «schwarzen Schafen», die es auch bei Vermietern gibt. Der Grundtenor gegenüber Hauseigentümern ist Misstrauen. Die Folgen sind: mehr Bürokratie, mehr Kontrollen, weniger Handlungsspielraum, negative Auswirkungen auf die Rendite, Verunsicherung. Zu leiden haben die Anständigen.

Eigentlich müsste der Staat froh und dankbar sein, wenn Kantonsbewohnerinnen und -bewohner Eigentümer von Liegenschaften sind. Solche Bürgerinnen und Bürger bekennen sich zum Standort. Sie stellen Wohn- oder Geschäftsraum zur Verfügung. Sie erhalten das Stadtbild. Sie erteilen dem lokalen Gewerbe Aufträge. Sie bezahlen Steuern auch für ihr Vermögen. Sie bezahlen Versicherungsprämien. Sie bezahlen für das Wasser auf ihren Hausdächern. Sie stellen in ihren Liegenschaften Parkraum zur Verfügung als Ersatz für den, der auf Allmend aufgehoben wird. Sie gestalten oft ihre Vorgärten auf eigene Kosten oder Gärten naturnah, was gut für das Stadtklima und auch die Bienen, Vögel und weitere Tiere ist. Diese Liste ist nicht vollständig. Volkswirtschaftlich und gesellschaftspolitisch bringt Hauseigentum einen Nutzen.

Es ist jetzt wichtig, aus der schlechten Ausgangslage das Bestmögliche zu machen. Deshalb müssen die Details bei der Umsetzung der vier Volksinitiativen so eigentümerfreundlich wie möglich sein.

Dabei helfen sicher die bürgerlichen Parteien; die Linksparteien sind leider zum grossen Teil im anderen Lager. Dabei hilft aber sicher der Hauseigentümerverband. Der Geschäftsführer, Andreas Zappalà und sein Team arbeiten ausgezeichnet. Im Grossen Rat hört man auf ihn. Er ist gut vernetzt und hat die Fähigkeit, sich gegenüber der Regierung durchzusetzen. Es braucht aber noch weitere Anstrengungen: Sie, liebe Mitglieder des Hauseigentümerverbands, können bei Abstimmungen Ihre Haltung einbringen und bei den Wahlen auf nationaler und kantonaler Ebene die Namen der Vertreterinnen und Vertreter auf Ihre Liste schreiben, die sich tatsächlich auch für die Interessen der Hauseigentümer einsetzen. Auch beim Bund gibt es Handlungsbedarf: nur ein Stichwort: Abschaffung Eigenmietwert.

Es soll aber hier kein düsteres Bild gezeichnet werden. Wer eine Liegenschaft zum Eigentum hat, hat eine Beziehung zu diesem Haus. Die vielen schön gestalteten Fassaden, die vielen gelungenen Renovationen und die prächtigen Gärten zeigen dies. Schaffen wir gemeinsam die Voraussetzungen, dass diese Freude erhalten bleibt!