• Es braucht den HEV – auch in Zukunft

Es braucht den HEV – auch in Zukunft

21.06.2022

Liebe Leserin

Lieber Leser

Wir alle stellen fest, dass immer mehr und immer dichter reglementiert wird. In unserem Tätigkeitsbereich betrifft dies mehrere Politikbereiche: das Mietrecht ebenso wie die Umwelt- und Energiegesetzgebung, das

Erbrecht, das Steuerrecht und weitere Gesetze des Bundes und der Kantone. Es geht mir nicht darum, mich hier über Sinn und Unsinn neuer Gesetze und Verordnungen auszulassen. Natürlich haben wir im Vorstand

des HEV Basel-Stadt eine pointierte Haltung und vertreten beim Erlass neuer Vorschriften, welche unsere Mitglieder tangieren, die Interessen der Hauseigentümerinnen und -eigentümer. Einflussnahme im Gesetzgebungsprozess gehört ebenso zu unseren Aufgaben wie die Information über beschlossene Gesetze und Verordnungen.

Gerne hätten wir die frohe Botschaft verkündet, dass es hinsichtlich der Regelung des Eigenmietwerts Verbesserungen für die Eigentümerschaften gibt. Sicher sind wir uns einig, dass die fiktive Mietzinssteuer für

die Nutzung unserer eigenen Wohnung oder unseres Hauses abgeschafft werden muss. Offenbar haben es die eidgenössischen Räte nicht so eilig; die zuständige Nationalratskommission hat die Vorlage des Ständerats nicht einfach angenommen; sie will weitere Abklärungen. Es wird also noch dauern …

Auf der Traktandenliste der Politik weit oben steht der Klimaschutz. Nicht leicht zu überschauen sind die Bestimmungen über den Ersatz von fossil betriebenen Heizungsanlagen und staatliche Beiträge. Informationen dazu und auch zu den Themen Fernheizungsanschluss und Photovoltaik müssen im Bringsystem zu den Hauseigentümerschaften gelangen und nicht mühsam selbst beschafft werden. Auch muss die staatliche Förderung verlässlich sein. Wer jetzt viel Geld investiert, um die Heizung rasch klimaneutral zu betreiben, darf hinsichtlich staatlicher Beiträge nicht schlechter gestellt werden als die, welche zuwarten und dann später vielleicht von vorteilhafteren Subventionen profitieren können.

Geändert hat sich auch das Erbrecht. Die Regelung des gesetzlichen Pflichtteils ist angepasst worden. Die Neuerungen im Gesetz führen vielleicht zu Anpassungsbedarf im Testament. Es empfiehlt sich, die Beratungsdienstleistungen zu nutzen, welche Advokaturbüros, Banken, Treuhandfirmen und auch der HEV anbieten.

Sorgen bereitet uns als Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer auch das Ansteigen des Zinssatzes bei Hypotheken. Eine verbindliche Prognose über die künftige Entwicklung ist nicht möglich. Es zeichnet sich aber ab, dass die während langer Zeit sehr tiefen Hypothekarzinssätze der Vergangenheit angehören. Auch für Fragen im Zusammenhang mit der Finanzierung des Hauseigentums empfiehlt es sich, Fachleute zur Beratung beizuziehen.

Diese Beispiele – es gibt noch viele weitere – zeigen, dass wir als Interessenvertretungsorganisation

der Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer gefordert sind. Wir möchten auf der politischen Ebene Einfluss nehmen. In Bern stehen wichtige Themen an, die Änderung des Eigenmietwerts ist nur eines

davon. Im Kanton geht es darum, die Anwendung der eigentümer- und vermieterfeindlichen Bestimmungen, die ihre Ursache in der Annahme der Mieterschutzinitiativen haben, kritisch zu beobachten.

Bei Bedarf setzen wir uns selbstverständlich auch in den Landgemeinden für Ihre Interessen ein.

Wir sind gut auf diese und weitere Aufgaben vorbereitet. Direkte Verbindungen in die eidgenössische wie auch die Kantons- und Gemeindepolitik sind vorhanden. Unser HEV-Team der Geschäftsstelle ist zusammen

mit dem Vorstand motiviert, Sie zu unterstützen. Zögern Sie bitte auch nicht, Ihre Anliegen mitzuteilen, die wir sehr gerne entgegennehmen.

Ich bedanke mich für Ihre Mitgliedschaft und wünsche Ihnen einen schönen Sommer!