Der Hausbesitzer Basel-Stadt Nr. 4 - April 2017 - page 15

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Hauseigentümerverband Basel-Stadt
Nr. 4-2017
B A S E L - S TA D T
Machen Sie mehr aus Hinterhof und Vorplatz!
Die von Ökostadt Basel 2015 lancierte Ak-
tion «Grüner Hinterhof und Vorplatz» hat
mit interessierten HausbesitzerInnen bis
jetzt über 30 Projekte realisieren können.
Zum einen Teil wurde entsiegelt und mit
wasserdurchlässigem Belag und Begrünung
ein Hinterhof aufgewertet und neugestaltet.
Zum anderen Teil konnte ein unversiegelter
leerer Hinterhof mit geeigneten Schatten-
pflanzen attraktiver bepflanzt werden, so-
dass er wieder vermehrt als einladender Sitz-
platz und Aussenraum genutzt wurde.
Dank unseren grosszügigen Sponsoren
IWB-impuls, Kantonalbankenstiftung,
AUE und CMS ist nun noch genug Geld
vorhanden für die letzten Umsetzungen.
Wenn Sie in der Stadt Basel einen hässlichen,
geteerten oder zementierten Hinterhof
oder Vorplatz haben, den Sie eigentlich besser
nutzen und umgestalten könnten, dann
nutzen Sie jetzt die Gelegenheit und schaffen
Sie willkommenen Mehrwert!
Ein versiegelter Hinterhof oder Vorplatz
wird heiss im Sommer, speichert die Hitze
und gibt sie noch lange an seine Umgebung
ab. Bei Regengüssen kann er kein Wasser
aufnehmen, was dann zu Überschwem-
mung im Keller führen kann. Wer seinen
Hinterhof entsiegelt, spürt dies deutlich im
Sommer. Der offene und bepflanzte Boden
wird nie so heiss und kann immer noch et-
was kühlende Feuchtigkeit abgeben, die er
bei Regen aufgenommen hat. Eine Haus-
besitzerin, die letztes Jahr entsiegelt hatte,
sprach von deutlich besserem Klima ums
Haus, vom Parterre bis in die oberen Stock-
werke. Sie hatte grosse Freude an ihrem
neuen Hinterhof mit den Blumen, Tomaten
und Gewürzen und war viel mehr dort als
früher. Dieser Mehrwert ist die Kosten der
Umwandlung absolut wert. Abgesehen da-
von trägt mehr offener Boden zu einem bes-
seren Stadtklima bei und entlastet die Kana-
lisation. Da in der Stadt intensiv verdichtet
wird durch Neubauten, sind gerade die
vielen kleinen Hinterhöfe wichtig als Aus-
gleich. Dazu wird mit Entsiegeln und Be-
grünen eine Stadtnatur gefördert und ver-
netzt, die wegen der Intensivlandwirtschaft
ausserhalb der Siedlungen eine neue Bedeu-
tung bekommen hat.
Um Vielfalt zu fördern, empfehlen wir
Wildpflanzen, die gerade für schwierige
schattige Hinterhöfe etliche attraktive Blu-
men bieten können: zum Beispiel Wilde
Mondviole, Nesselblättrige Glockenblume,
Maiglöckchen, Akelei, Frühlingsblüher wie
Krokus und Schneeglöckchen, Farne, Blut-
storchenschnabel und Waldstorchenschna-
bel, Christrose, Salomonssiegel, Veilchen
und Rote Lichtnelke ...
Unsere Aktion «Machen Sie mehr aus Hin-
terhof und Vorplatz» bespricht mit inte-
ressierten HausbesitzerInnen die mögli-
chen Verbesserungen, vermittelt Gärtner
und zahlt an die Kosten der Umwandlung
1000.– bis 2000.– Fr. (bei grossen Projekten
auch mehr). Ausserdem können Sie sich be-
werben für die Prämierung von 3000.– Fr.
für den schönsten grünen Hinterhof, den
neuen grünen Vorplatz oder für die Um-
wandlung der grössten entsiegelten Fläche.
Gerade für diese grösste Fläche bestehen
gute Chancen, das Prämiengeld zu bekom-
men, denn bis jetzt sind nur kleine Flächen
in der Auswahl. Es bringt schon viel, wenn
auch nur ein Teil entsiegelt und begrünt
wird, denn grüne Umgebung wirkt ent-
spannend und wohltuend.
Wenn Sie mitmachen wollen, mailen Sie
rasch an
und
schicken Sie ein Foto ihres versiegelten oder
leeren Hinterhofs oder Vorplatzes mit. Oder
Sie schreiben an Verein Ökostadt Basel,
Rigistrasse 98, 4054 Basel. Ich werde mich
umgehend mit Ihnen in Verbindung setzen.
Katja Hugenschmidt, Ökostadt Basel
Attraktiver Hinterhof in einem Basler Quartier.
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